Forschungsreihe "ForCYCLE" startet in neue Runde

Umweltminister Glauber: Mit Zukunftstechnologien Ressourcen schonen

Bayerns erfolgreiche Forschungsreihe zum sparsamen Umgang mit Ressourcen geht in die dritte Runde: Unter dem Titel "ForCYCLE Technikum" sollen innovative Ideen zur Steigerung der Ressourceneffizienz weiterentwickelt werden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte zum Auftakt der Projekt-Ausschreibung: "Der effiziente Einsatz von Ressourcen senkt die Kosten in den Unternehmen, steigert damit deren Wettbewerbsfähigkeit, verringert die Importabhängigkeit von kritischen Rohstoffen und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Wichtige Grundlagen hierfür liefert die Entwicklung innovativer Zukunftstechnologien und Produktionsverfahren. Mit dem Projektverbund ForCYCLE fördern wir die Entwicklung innovativer, ressourcenschonender und klimafreundlicher Kreislauftechnologien und Produktionsverfahren und treiben ihren Transfer in die Praxis konsequent weiter voran. Bis zu 4,5 Millionen Euro stehen für die neue Projektphase bereit. Damit geben wir dem umweltfreundlichen Wirtschaftswachstum vor allem in Kleinen und Mittleren Unternehmen einen weiteren Schub." Ziel des vom Umweltministerium geförderten Projektverbunds ist es, wissenschaftlich entwickelte und bereits im Labormaßstab erprobte Technologien und Verfahren in Pilot-, Demonstrations- oder Technikumsanlagen zu überführen und im Idealfall für die Marktreife vorzubereiten.

Die Projekte sollen im Rahmen von Kooperationen von staatlichen bayerischen Universitäten und Hochschulen mit Unternehmen der bayerischen Wirtschaft umgesetzt werden, insbesondere unter Beteiligung von Kleinen und Mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben. Projektskizzen mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft können bis spätestens 2. November 2021 eingereicht werden. Folgende Forschungsbereiche stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Steigerung der Ressourceneffizienz durch integrierte Produktpolitik, das heißt durch Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Produkts
  • Steigerung der Ressourceneffizienz durch gleichwertigen Ersatz endlicher Ressourcen in Produkten (Substitution)
  • Steigerung der Ressourceneffizienz durch Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle.

Die geplanten Einzelprojekte sollen durch ein übergeordnetes Dachprojekt koordiniert werden. Dadurch sollen der Verbundcharakter gestärkt, Synergieeffekte geschaffen und der Technologie- und Wissenstransfer in die Wirtschaft ausgebaut werden. Der Start des Projektverbunds "ForCYCLE Technikum" ist für das 4. Quartal 2022 vorgesehen. Für die einzelnen Projekte ist eine Laufzeit von bis zu drei Jahren geplant. Voraussetzung für die Bewerbung zur Finanzierung eines Projekts aus den genannten Forschungsbereichen ist eine Kooperation mit mindestens einem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die eingereichten Projektskizzen werden im weiteren Verfahren von einer unabhängigen Expertenjury begutachtet.

Die Projektverbundreihe ist Teil der aktuellen Umwelt- und Klimapaktvereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft und Teil des Ausbaus des Ressourceneffizienz-Zentrums Bayern (REZ) zum "Clean Tech-Hub REZ" für die Kreislaufwirtschaft der Zukunft.

Weitere Informationen unter https://www.stmuv.bayern.de/themen/ressourcenschutz/forcycle/technikum/index.htm