Elektromobilität kann Beitrag zum Umweltschutz leisten

Um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, müssen noch viele Zähne ineinandergreifen. Hohe Fahrzeugpreise, geringe Reichweiten und ein sich gerade erst im Ausbau befindliches Ladesäulennetz machen es dem Kunden nicht leicht, sich heute schon für diese innovative Technik zu entscheiden. Er wartet lieber noch ab, obwohl die Elektromobilität auch einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten kann.

Das KUMAS UMWELTNETZWERK präsentierte mit seinem Thementag "Elektromobilität" die neue Antriebstechnik. Im LEW-Technologiezentrum in Königsbrunn informierten sich rund 60 Teilnehmer über den Staus Quo der Entwicklung und die Bedeutung der Elektromobilität für den Umweltschutz.

Dass sich etwas ändern muss, ist inzwischen nicht nur jedem Stadtbewohner klar. Die Messergebnisse der Luftüberwachungsstationen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt belegen, dass überall dort, wo Verkehrsberuhigungen wie zum Beispiel am Königsplatz in Augsburg umgesetzt wurden, sich auch die Luftqualität wesentlich verbessert hat. 

Der Einsatz elektrisch angetriebener Fahrzeuge kann zudem zur Reduzierung der Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10) beitragen. Aufgrund der noch geringen Verbreitung ist dieser Effekt allerdings noch gering. Für die massenhafte Verbreitung sind noch vielfältige rechtliche Fragestellungen, z. B. zur Vereinheitlichung der Abrechnungssysteme an Ladesäulen, zu klären.

Für den täglichen Pendlereinsatz mit Reichweiten bis zu 100 km und einer intelligenten Ladeinfrastruktur, wie Sie im Forschungsprojekt ePlanB zwei Jahre lang in Buchloe getestet wurde, ist die Technik heute schon ausgereift und alltagstauglich einsetzbar. Notwendig ist aber der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur, Preissenkungen in der Anschaffung und die Steigerung der Reichweiten, um den Elektomobilen zum Durchbruch zu verhelfen. 

Spaß und Fahrkomfort sind jedenfalls garantiert. Diese Erkenntnis konnten sich die Teilnehmer am KUMAS-Thementag "Elektromobilität" selbst "erfahren".