Bayerische Immissionsschutztage


 

9. Bayerische Immissionsschutztage am 28./29. Juni 2017 im Bayerischen Landesamt für Umwelt

KUMAS-Fachkongress diskutiert Konzepte zur Luftreinhaltung und zu Mobilitätskonzepten; neues Quecksilberminderungskonzept vorgestellt

Wichtige Neuerungen im Umweltrecht und technische Innovationen bildeten wie immer den Rahmen für die 9. Bayerischen Immissionsschutztage. KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. veranstaltete am 28. und 29. Juni 2017 zusammen mit den Kooperationspartnern Bayerisches Landesamt für Umwelt, Andrea Versteyl Rechtsanwälte und Müller-BBM Holding AG zum neunten Mal in Folge die Immissionsschutzfachtagung.  

Die seit 2009 etablierte Veranstaltungsreihe richtet sich mit aktuellen Fragestellungen des Immissionsschutzes an Unternehmen, Kommunen, Behörden, Planungs- und Gutachterbüros sowie Fachanwälte für Verwaltungsrecht. Sie dient dem Austausch zu neuen rechtlichen und technischen Entwicklungen sowie der offenen Diskussion aktueller Probleme des Vollzugs im Immissionsschutz.

Die Themenschwerpunkte bildeten wiederum einen fachlich fundierten Querschnitt zu aktuellen Themen des Immissionsschutzes:

  • Sevilla-Prozess und BVT-Praxis - Umsetzung in der TA Luft
  • Anlagensicherheit und Standortentwicklung
  • Luftreinhaltung
  • Lärmschutz

Die Podiumsdiskussion „Konsequenzen aus der Rechtsprechung zur Luftreinhaltung – lösen intelligente Mobilitätskonzepte die Probleme?“ nahm bezug Bezug auf die Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen verschiedene deutsche Städte wegen der Überschreitung von Immissionsgrenzwerten an Verkehrsschwerpunkten im verstädterten Bereich. 

Hierbei stand natürlich der Dieselantrieb im Fokus des Interesses! Schnell zeichnete sich ab, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kreisen noch zu wünschen übrig lässt. Die kommunale Seite wartet auf technische Lösungen der Automobilindustrie, diese wiederum auf die Verbesserung der (Lade)infrastruktur in den Städten. Klare Position bezog die Vertetung der Wirtschaft, die pauschale Dieselfahrverbote grundsätzlich ablehnte.

Fazit: zur Lösung aller Probleme bedarf es noch eines langen Atems! Grundsätzlich muss aber bei allen Maßnehmen, die diskutiert werden, der Gesundheitsschutz im Vordergrund stehen. Das neue "Viersäulenkonzept" der Bayerischen Staatsregierung und die Selbstverpflichtung der Automobilhersteller zur Nachrüstung der Euro 5 - Dieselaggregate sollen Fahrverbote verhindern helfen. Sicher ist der Erfolg dabei aber noch nicht.

Eröffnet wurde die Tagung durch Dr. Richard Fackler, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

Als Neuheit zur Reduzierung von Quecksilberemissionen wurde von der Scheuch GmbH aus Aurolzmünster und der Schwenk Zement KG, Werksgruppe Süd die XMERCURY-Technologie vorgestellt. Ein neuartiges Konzept, das mehere Vorteile verbindet.

Begleitet wurde der zweitägige Kongress von einer Fachausstellung im Foyer des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Branchenspezifische Unternehmen und Dienstleister präsentierten den Besuchern ihre Umweltkompetenz.

Hier geht's zum Programmflyer (pdf).

Unterstützer der Bayerischen Immissionsschutztage 2017:

BEKON Lärmschutz & Akustik GmbH

InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG

MVV Enamic GmbH Niederlassung Süd

TÜV SÜD Industrie Service GmbH

weyer gruppe