Bayerische Immissionsschutztage


 

8. Bayerische Immissionsschutztage am 22./23. Juni 2016

im Bayerischen Landesamt für Umwelt, Augsburg

KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. veranstaltete am 22. und 23. Juni 2016 zusammen mit den Kooperationspartnern Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Andrea Versteyl Rechtsanwälte und Müller-BBM GmbH zum achten Mal in Folge die Bayerischen Immissionsschutztage. KUMAS konnte dazu zusammen mit dem Vizepräsidenten des LfU, Dr. Richard Fackler, insgesamt rund 200 Teilnehmer begrüßen.

Die seit 2009 etablierte Veranstaltungsreihe richtet sich mit aktuellen Fragestellungen des Immissionsschutzes an Unternehmen, Kommunen, Behörden, Planungs- und Gutachterbüros sowie Fachanwälte für Verwaltungsrecht. Sie dient dem Austausch zu neuen rechtlichen und technischen Entwicklungen sowie der offenen Diskussion aktueller Probleme des Vollzugs im Immissionsschutz.

Ministerialdirigentin Dr. Monika Kratzer vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bezeichnete die Veranstaltung in Ihrem Grußwort als ideale Austauschplattform zwischen der Gesetzgebung und der Praxis. Der Erfahrungsaustausch zwischen Behörden und Unternehmen diene auch dazu, das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Anforderungen zu stärken.
Wichtige Neuerungen in der Umweltgesetzgebung bildeten in diesem Jahr die wesentlichen  Schwerpunkte. In Überblicksvorträgen berichteten Vertreter des  Bundesumweltministeriums über den Stand der Arbeiten zur Novellierung des UVPG und des Umweltrechtsbehelfsgesetzes ebenso wie über die Umsetzung der Seveso III-Richtlinie. Die Teilnehmer erhielten hierzu topaktuelle Informationen des Bundesumweltministeriums.

Die Podiumsdiskussion »Luftgetragene Emissionen in Ballungsgebieten – Quellen, Wirkmechanismen und Konzepte zur Verringerung« beleuchtete die Relevanz einzelner Quellgruppen aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowie unter dem Aspekt der geplanten kumulativen Betrachtung von Stoffeinträgen nach der neuen TA Luft kritisch. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Beitrag des Verkehrs zur Belastung der Innenstädte mit Staub, Stickoxiden und erhöhten Ozon-Werten. Teilnehmer der von Norbert Suritsch moderierten Diskussion waren Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, Dr. Jens Soentgen vom Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg, Dr. Udo Hartmann, Konzernbeauftragter Umwelt der Daimler AG und Joseph Seybold, Verkehrsexperte der IHK München und Oberbayern. Als Ergebnis kann die Erkenntnis festgehalten werden, dass technische Lösungen immer auch von intelligenten Mobilitätskonzepten begleitet werden müssen, um zur Entlastung beitragen zu können.

Der Entwurf der novellierten TA Luft mit neuen Regelungsbereichen und die Auswirkungen auf den praktischen Anlagenbetrieb bildeten den Schwerpunkt des zweiten Veranstaltungstages. Die Lärmsanierung an industriellen Altstandorten mit besonderen Herausforderungen für Betreiber, Behörden und Gutachter rundete die Veranstaltung sowohl aus rechtlicher als auch technischer Sicht ab.
Die Mehrzahl der Teilnehmer zeigte sich sehr zufrieden mit der Auswahl der Themen und den  hochkarätigen Referenten und will im kommenden Jahr 2017 am 28./29. Juni bei den 9. Bayerischen Immissionsschutztagen wieder im LfU zu Gast sein.