Bayerische Abfall- und Deponietage


 

Erfolgreiche 17. Bayerische Abfall- und Deponietage

Abfallexperten aus ganz Deutschland beim KUMAS-Fachkongress

Die 17. Bayerischen Abfall- und Deponietage fanden am 16. und 17. März 2016 im Bayerischen Landesamt für Umwelt statt.

Der 1. Vorsitzende des KUMAS – Umweltnetzwerks Dr. Joachim Knüpfer konnte zusammen mit den Kooperationspartnern Bayerisches Landesamt für Umwelt, AU Consult GmbH und bifa Umweltinstitut GmbH rund 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Augsburg begrüßen.

Die Frage, welchen Beitrag die moderne Kreislaufwirtschaft zur Umsetzung einer wirkungsvollen Ressourcenstrategie leisten kann und welche Chancen sich den Akteuren der Sekundärrohstoffwirtschaft dabei bieten, bestimmte die Diskussionen am ersten Veranstaltungstag. Anhand ausgewählter, konkreter Stoffströme diskutierten Experten, welche Steigerungen der Erfassungs- und Verwertungsquoten tatsächlich noch erreichbar und wirtschaftlich realisierbar sein werden. Zu beachten ist dabei, welche Datenbasis zugrundegelegt wird. Verwertungsquoten beziehen sich vielfach nämlich nur auf die erfassten, nicht jedoch auf die tatsächlich, werkstofflich verwerteten Mengen. Daraus ergibt sich ein verzerrtes Bild, das die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit beeinflusst.
Der zweite Veranstaltungstag widmete sich traditionell den aktuellen Entwicklungen im Deponierecht und in diesem Jahr speziell einem Rückblick auf 40 Jahre Deponietechnik in Bayern. Der anerkannte Deponieexperte Karl Johann Drexler stellte dar, wie sich Deponien von der einfachen Verfüllung ausgebeuteter Gruben zu hochtechnischen Bauwerken mit mehrfachen Barrieren zum Schutz der Umwelt entwickelt haben. KUMAS-Geschäftsführer Thomas Nieborowsky bedankte sich bei Karl Johann Drexler für dessen langjähriges Engagement in Diensten des Kooperationspartners Bayerisches Landesamt für Umwelt und wünschte ihm für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute.
Im Rahmen des Beitrags zur Deponiebedarfsprognose traten die unterschiedlichen Positionen zwischen Bund und Land offen zu Tage. Um Planungssicherheit zu haben, müsse einerseits die lange schon erwartete Mantelverordnung endlich in Kraft treten, anderseits seien viel Daten zu Abfallaufkommen und Verfüllmengen noch zu verifizieren, um abschließende Aussagen treffen zu können. Es zeichne sich jedoch heute schon ab, dass künftig in allen Regierungsbezirken Ausbaubedarf bestehen wird.  
Die Teilnehmer bewerteten wie in den  Vorjahren das Programm mit fachlich fundierten Vorträgen und die Möglichkeit des direkten Austausches zwischen Behördenvertretern, Anlagenbetreibern und Fachfirmen als sehr positiv.

Die 18. Bayerischen Abfall- und Deponietage finden voraussichtlich am 15./16. März 2017 wiederum in Augsburg statt.